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Haus sanieren: Was kostet eine Komplett- oder Kernsanierung?

Kosten pro Quadratmeter nach Sanierungstiefe, typische Kostenblöcke, Reserve und Förderung: So kalkulieren Sie die Sanierung eines älteren Hauses realistisch.

Redaktion MeisterMatch Veröffentlicht am 3 Min. Lesezeit
Haus während einer umfassenden Sanierung mit Gerüst und Baumaterial
Inhaltsverzeichnis
  1. Kosten nach Sanierungstiefe
  2. Die großen Kostenblöcke
  3. Typische Überraschungen
  4. Förderung und Finanzierung
  5. Generalunternehmer oder Einzelvergabe?
  6. Nächste Schritte

Wer ein älteres Haus kauft oder erbt, steht oft vor der Frage: Was kostet es, das Gebäude auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen? Eine seriöse Antwort gibt es erst nach einer Bestandsaufnahme – aber mit Richtwerten lässt sich das Budget grob einordnen.

Kosten nach Sanierungstiefe

SanierungstiefeKosten je m² WohnflächeTypische Arbeiten
Modernisierungca. 500 – 1.000 €Böden, Wände, Türen, Bad, Küche – Haustechnik weitgehend intakt
Kernsanierungca. 1.000 – 2.000 €neue Elektrik, Leitungen, Heizung, Estrich, Innenausbau
Energetische Komplettsanierungca. 1.200 – 2.500 €zusätzlich Dach, Fassade, Fenster

Die großen Kostenblöcke

  1. Gebäudehülle: Dach, Fassade, Fenster – oft der größte Einzelposten bei energetischen Sanierungen.
  2. Heizung und Warmwasser: neue Heizung, Leitungen, ggf. Flächenheizungen.
  3. Elektrik: In Häusern aus den 1960er- und 1970er-Jahren ist eine komplette Erneuerung häufig sinnvoll.
  4. Sanitär: Bad(er), Wasser- und Abwasserleitungen.
  5. Innenausbau: Estrich, Trockenbau, Putz, Böden, Türen, Maler.
  6. Planung & Nebenkosten: Energieberatung, Architekt oder Bauleitung, Gutachten, Genehmigungen.

Typische Überraschungen

  • Feuchte Kellerwände und fehlende Abdichtung
  • Holzschäden im Dachstuhl
  • Schadstoffe wie Asbest in Bodenbelägen oder Fassadenplatten
  • Veraltete Elektrik ohne Schutzleiter
  • Nicht tragfähige Decken für neue Bodenaufbauten

Förderung und Finanzierung

  • Energieberatung mit Sanierungsfahrplan (iSFP): wird vom BAFA bezuschusst und ist Grundlage für Boni.
  • BEG-Einzelmaßnahmen (BAFA): Zuschüsse für Dämmung, Fenster und Anlagentechnik.
  • KfW-Heizungsförderung (458): Zuschuss für klimafreundliche Heizungen.
  • KfW-Kredite für Effizienzhaus-Sanierungen: wenn das ganze Haus auf einen Effizienzhaus-Standard gebracht wird.
  • Steuerermäßigung nach § 35c EStG: alternativ zu Zuschüssen für selbstgenutztes Wohneigentum.

Einen Überblick finden Sie auf unserer Seite Förderung.

Generalunternehmer oder Einzelvergabe?

Ein Generalunternehmer übernimmt Koordination, Termine und Gewährleistung aus einer Hand – das kostet einen Aufschlag, spart aber Zeit und Nerven. Bei Einzelvergabe sparen Sie den Aufschlag, tragen aber das Koordinationsrisiko. Eine unabhängige Bauleitung kann ein guter Mittelweg sein.

Nächste Schritte

  1. Bestandsaufnahme und ggf. Gutachten
  2. Energieberatung mit Sanierungsfahrplan
  3. Budget und Prioritäten festlegen
  4. Angebote einholen und vergleichen
  5. Förderanträge vor der Auftragsvergabe stellen

Mehr zur Reihenfolge lesen Sie in Sanierung planen: die richtige Reihenfolge.

Häufige Fragen

Redaktion MeisterMatch

Unsere Ratgeber werden redaktionell recherchiert und regelmäßig aktualisiert. Preis- und Förderangaben gelten zum genannten Stand und ersetzen keine individuelle Beratung.

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